Archive for March, 2009

Migranten in Medien

Monday, March 30th, 2009
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Migranten sind nicht nur in den Medieninhalten, sondern auch in den Redaktionen unterrepräsentiert

Wien (APA) -  Diese Erfahrung haben die Diskussionsteilnehmer einer Veranstaltung der Britischen Botschaft in Wien zum Thema “Migrants in Mainstream Media” gemacht. Mit Initiativen wie Praktika hätten auch Menschen mit Migrationshintergrund Möglichkeiten, Kontakte in der Branche zu knüpfen, erklärte Paul Macey, Direktor des britischen Beratungsunternehmens “The Creative Collective”. Programme im ORF wie “Heimat fremde Heimat”, die ab Montag gesendete Jugendserie “tschuschen:power” oder spezielle Sendungen für Ungarn und Slowenen wären nicht ohne die Beteiligung von Migranten möglich, betonte Klaus Unterberger, Public Value Beauftragter des ORF. “Es ist noch immer nicht genug, aber zumindest ist das Bewusstsein dafür höher als in den letzten Jahren”, erklärte er. Gleichzeitig kündigte er ab August auch Sendungen für Slowaken und Tschechen an. Warum es noch keinen Nachrichtensprecher mit Migrationshintergrund beim ORF gibt, konnte er zwar nicht beantworten: “Meiner Meinung nach wäre es Zeit dafür”, so Unterberger. (more…)

Lesbischwules Migranten-Magazin MiGaY

Thursday, March 26th, 2009

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Migranten-Presse

Soll auf Situation homosexueller Migranten aufmerksam machen

In Wien wurde ein neues Magazin für lesbischwule Migranten präsentiert. Unter dem Namen “MiGaY” soll das Heft regelmäßig erscheinen und auf die besondere Situation von Lesben, Bisexuellen, Schwulen und Transgender mit nichtösterreichischer Herkunft aufmerksam machen.
Die Artikel sind teils in deutsch, teils in den Muttersprachen der Autoren gehalten. Wann auf die engagierte Nullnummer eine reguläre Ausgabe folgt, steht noch nicht fest. Geplant sind vier Ausgaben pro Jahr, die bei Lokalen, diversen Vereinen und bei Events der MigranntInnen und lesbischwulen Community auch in den Bundesländern erhältlich sein werden.
Peter Traschkowitsch, Vorsitzender der SoHo Wien, bezeichnete “MiGaY” am Rande der Präsentation als “tolle und wichtige Bereicherung für die lesbischwule MigrantInnencommunity”. Auch die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger und der Grüne Gemeinderat Marco Schreuder waren bei der Präsentation und gratulierten den Schöpfern.
Bei ihrer Namensnennung dürften die Schöpfer des neuen Heftes allerdings eine Kleinigkeit übersehen haben: “MiGaY” kann nicht nur als Kombination für “Migrant” und “Gay” – in Amerika ist es auch ein abfälliger Slangbegriff für “Schwuchtel”.

Spionage, Bargeld und Luster

Monday, March 23rd, 2009

moneyWien – Rund um die angliche Spionagetätigkeit von Helmut Zilk, hat es gestern Abend in der ORF-Sendung “Im Zentrum” heftige Diskussionen gegeben. Laut “profil”-Chefredakteur Herbert Lackner soll sich Zilk rund 60 Mal mit Agenten des Geheimdienstes der damals kommunistischen Tschechoslowakei getroffen und dabei auch Geld angenommen haben. Was hier gemacht werde, sei “schmutziger Journalismus”, attackierte die Witwe des im Vorjahr verstorbenen ehemaligen Wiener Bürgermeisters, Dagmar Koller, die Journalisten. Quelle: APA

Vienna Mayor Helmut Zilk was Czechoslovak secret police collaborator

Helmut Zilk was Mayor of Vienna from 1984 to 1994. In December 1993 he was severely injured when he opened a letter bomb which had been sent to him by Franz Fuchs. Zilk died on October 24, 2008 of heart failure
In October 1998, the newspaper Süddeutsche Zeitung accused Helmut Zilk of having collaborated with Czechoslovak secret police during the 1960s. He denied the accusations.
In 2009, the Czechoslovak secret police documents on Zilk were made public. These documents record 58 meetings between Zilk and secret police agents during 1965-68. Zilk had provided information about the political situation in Austria and assessment of individual Austrian politicians; for this he was paid in money and goods like Bohemian crystal glass. After the Soviet occupation of Czechoslovakia (August 1968) Ladislav Bittman, one of the agents in contact with Zilk, ran to the West and leaked information about him. Some Czech media speculated that the continued political and journalistic career of Zilk, in spite of being uncovered, was due to some other secret service recruiting and supporting him.

Journalism and mother tongue

Sunday, March 22nd, 2009
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Galina Toktalieva for die Wiener Nachrichten

Is it possible at all for writing journalist with emigration background  to study German and advance in profession competing with native speakers?

We planned to meet in Sperl, but on that cold day, the cafe was full. We marched on till Leopold museum, and were lucky to find place there. I asked Olivera, why she used to work on Saturdays, and she replied it was due to next upcoming issue of her magazine. Personal history of this young woman could give evidence against theories of national discrimination in Austria and prove that journalists with emigration background may advance in career here and can be disabled mostly because of their German language problems. Olivera Stajic was born in Bosnia, and when she was 13, the family moved to Austria. She studied German in the school, and then later she entered university. Already in her late twenties Olivera became highly functional Vienna professional, and her German, except of complete freedom quality, has one more priority of text-edit professionals – it is perfectly correct.
This shot of Mag. Olivera Stajic, editor in chief for PFM-Magazine I made in Leopold museum cafe.

AMS Mafia und Altersdiskriminierung

Saturday, March 21st, 2009
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Harald Jäger für die Wiener Nachrichten

Das AMS, sendet seit den letzten 5 Jahren immer mehr Menschen in Kurse, die eher eine Sinnlosigkeit für die Arbeitssuchenden darstellt.

Solche Kurse wie:  Bewerbungsschreiben, EDV für Einsteiger, IJS (Intensiv Job suche), Telefontraining, Coaching – bis letztens sogar
Bewerbungstraining bei Trendwerk ähnlichen Unternehmern, die Leute bis zu 9 Monate vom AMS entledigen, indem sie die Kursteilnehmer dazu bewegen,
einen Dienstvertag mit ihnen zu unterzeichnen, mit dem Versprechen ihnen eine bessere Chance zu bieten, einen Job zu finden.
Dabei handelt es sich bis zu 90% nur um eine Falle. Leute, die durch solche Firmen einen Job finden, werden eher zu Hilfsarbeitern, und somit auch in Folge zu billigeren Arbeitskräften erklärt.
Vor einem Jahr besuchte ich eine fünf wochenlange Kursmaßnahme durch das AMS unter dem Motto 50+. Das Unternehmen, das diese Maßnahme unterstütze, mietete sich für diesem Zweck in einem alten Bürogebäude im 12. Bezirk nähe einer Tangente Auffahrt an. Im Kursprogramm wurden einmal die Woche ein Bewerbungstraining, und zweimal wöchentlich persönliches Coaching eingebunden. (more…)

Rückblick mit weit geschlossenen Augen

Friday, March 20th, 2009
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Werner Braun, die Wiener Nachrichten

Als ich zehn Jahre alt war, fand ich in einem Magazin eine Fotografie, die Kirk Douglas im Gladiatoren-Outfit zeigte mit Dreizack, Netz und nacktem Oberkörper. Es war eine Szene aus dem Film “Spartacus”.

Ich war von der Dynamik des Bildes und dem Kostüm so begeistert, dass ich das Bild ausschnitt, in ein Sammelheft klebte und noch viele Jahre besaß. Den Film hätte ich auch brennend gerne gesehen, aber er war für meine damalige Alterstufe nicht zugelassen. Der Regisseur des Films interessierte mich damals nicht. Ich war bloß fasziniert von Kirk Douglas als Spartakus.
Vor zehn Jahren ist dieser Regisseur, der mich damals überhaupt nicht interessierte, der Welt verlorengegangen. Stanley Kubrick erlag einem Herzinfarkt. Der Tod ereilte ihn wenige Tage nach Fertigstellung seines letzten Films “Eyes Wide Shut” mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen. Die offizielle Premiere des Films hat Kubrick schon nicht mehr erlebt.
Er war Pefektionist – und das sehr oft zum Leidwesen der Schauspieler, die mit ihm arbeiten durften – oder mussten?! Es gab Szenen aus “The Shining”, die bis zu 60 mal gedreht wurden, bis sie vor Kubricks Augen Bestand hatten. Kein Wunder, dass Jack Nicholson, der seinen Part darin ebenso oft spielen musste, schließlich wenig Begeisterung für seinen Regisseur aufbrachte. (more…)

Bank Austria und Ski-Fest Skandal

Friday, March 20th, 2009
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Gigantisches Fest in Schladming

“9.000 Arbeitsplätze will der Unicredit-Konzern, in dessen Eigentum die Bank Austria steht, in den kommenden Jahren in abbauen, 570 davon in Östrereich.Obwohl die Bank Austria staatliche Hilfe in der Höhe von 2,7 Mrd. Euro beantragt hat, veranstaltet sie heute ein gigantisches Fest in Schladming. Alleine das Festzelt kostet 350.000 Euro.” Diese Kritik zur gestrigen jährlich stattfindenden Mitarbeiterveranstaltung der UniCredit Group im steirischen Schladming stammt von Ernest Kaltenegger, steirischer KPÖ-Landtagsklubobmann. Kaltenegger ist einer von mehreren Kritikern aus der Politik. <…>Neben der KPÖ kommt auch Schelte von BZÖ und FPÖ.

Die Bank Austria wehrt sich gegen diese Anschuldigungen: Die seit Jahren traditionell stattfindende Veranstaltung für Mitarbeiter aus 22 Ländern, an der sämtliche Mitarbeiterebenen des Unternehmens teilnehmen, stehe in keinem Zusammenhang mit der geplanten Inanspruchnahme von Partizipationskapital der Republik Österreich, heisst es in einer offiziellen Erklärung. Bank Austria-Chef und UniCredit -Vorstand Erich Hampel : “Die Mitarbeiter tragen die Kosten für Anreise und Aufenthalt selbst und sie nehmen sich dafür auch Urlaub. Die Veranstaltung wird darüber hinaus von der Personalvertretung unterstützt” Quelle:APA (more…)

Politik und Schlagertexte

Monday, March 16th, 2009

portrait_werner_braun Werner Braun, die Wiener Nachrichten, Wien

“We don’t wanna put in”, so lautet der Titel des georgischen Beitrags zum diesjährigen Eurovisions Song Contest. Die Gruppe “Stephane and 3G” wollte ihn am 16. Mai in Moskau bei der Endausscheidung präsentieren.
A ber in Russland regen sich massive Proteste gegen diesen Titel. Man meint, die Zeilen als “We don’t wanna Putin” zu verstehen und argwöhnt, dass sie auch so gemeint seien. Rowdytum! So werden sie von einem Sprecher des russischen Ministerpräsidenten kommentiert. Auch die European Broadcasting Union (EBU) hebt mahnend den Finger gegen Tiflis und meint, politische Aussagen hätten bei einem Schlagerwettbewerb nichts verloren. Man solle doch den Text ändern oder einen anderen Titel einreichen.
Vor einigen Jahren war es noch so, dass alle Beiträge zum Song Contest in der (oder in einer) offiziellen Landessprache vorgetragen werden mussten. Gut hatten es da die Spanier und die Italiener, weil ihre Sprachen sehr melodisch klingen. Auch Französisch ist vortrefflich sangbar, wovon auch die Schweizer, Belgier und Luxemburger einen Vorteil zogen. Die Schweizer konnten zusätzlich noch Italienisch wählen. Und die Engländer wussten ohnehin, dass Lieder in ihrer Sprache weltweit verstanden oder zumindest akzeptiert wurden. Von der Möglichkeit, in Englisch zu singen, profitierten allerdings auch die Iren. Aber da gab es in Europa noch die Anderen: Niederländer, Schweden, Norweger, Finnen, Ungarn, Tschechen, Griechen und noch viele andere, deren Spache vielleicht ein wenig hart oder konsonantenreich ist und sich weniger gut für Liedtexte eignet. Sie setzten es schließlich durch, dass man beim Song Contest die Sprache des Liedtextes frei wählen könne. Wen wundert’s dass von nun an der Großteil aller Beiträge in Englisch war.
Für Georgien wird nun der Liedtitel in Englisch zum Bumerang. Der Song hätte in der georgischen Sprache wohl kaum zu Missverständnissen geführt. Oder war er tatsächlich als politische Anspielung gemeint? (more…)

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