Migranten in Medien
Monday, March 30th, 2009
Migranten sind nicht nur in den Medieninhalten, sondern auch in den Redaktionen unterrepräsentiert
Wien (APA) - Diese Erfahrung haben die Diskussionsteilnehmer einer Veranstaltung der Britischen Botschaft in Wien zum Thema “Migrants in Mainstream Media” gemacht. Mit Initiativen wie Praktika hätten auch Menschen mit Migrationshintergrund Möglichkeiten, Kontakte in der Branche zu knüpfen, erklärte Paul Macey, Direktor des britischen Beratungsunternehmens “The Creative Collective”. Programme im ORF wie “Heimat fremde Heimat”, die ab Montag gesendete Jugendserie “tschuschen:power” oder spezielle Sendungen für Ungarn und Slowenen wären nicht ohne die Beteiligung von Migranten möglich, betonte Klaus Unterberger, Public Value Beauftragter des ORF. “Es ist noch immer nicht genug, aber zumindest ist das Bewusstsein dafür höher als in den letzten Jahren”, erklärte er. Gleichzeitig kündigte er ab August auch Sendungen für Slowaken und Tschechen an. Warum es noch keinen Nachrichtensprecher mit Migrationshintergrund beim ORF gibt, konnte er zwar nicht beantworten: “Meiner Meinung nach wäre es Zeit dafür”, so Unterberger. (more…)
Wien – Rund um die angliche Spionagetätigkeit von Helmut Zilk, hat es gestern Abend in der ORF-Sendung “Im Zentrum” heftige Diskussionen gegeben. Laut “profil”-Chefredakteur Herbert Lackner soll sich Zilk rund 60 Mal mit Agenten des Geheimdienstes der damals kommunistischen Tschechoslowakei getroffen und dabei auch Geld angenommen haben. Was hier gemacht werde, sei “schmutziger Journalismus”, attackierte die Witwe des im Vorjahr verstorbenen ehemaligen Wiener Bürgermeisters, Dagmar Koller, die Journalisten. Quelle: APA
Werner Braun, die Wiener Nachrichten, Wien
