AMS Mafia und Altersdiskriminierung
Harald Jäger für die Wiener Nachrichten
Das AMS, sendet seit den letzten 5 Jahren immer mehr Menschen in Kurse, die eher eine Sinnlosigkeit für die Arbeitssuchenden darstellt.
Solche Kurse wie: Bewerbungsschreiben, EDV für Einsteiger, IJS (Intensiv Job suche), Telefontraining, Coaching – bis letztens sogar
Bewerbungstraining bei Trendwerk ähnlichen Unternehmern, die Leute bis zu 9 Monate vom AMS entledigen, indem sie die Kursteilnehmer dazu bewegen,
einen Dienstvertag mit ihnen zu unterzeichnen, mit dem Versprechen ihnen eine bessere Chance zu bieten, einen Job zu finden.
Dabei handelt es sich bis zu 90% nur um eine Falle. Leute, die durch solche Firmen einen Job finden, werden eher zu Hilfsarbeitern, und somit auch in Folge zu billigeren Arbeitskräften erklärt.
Vor einem Jahr besuchte ich eine fünf wochenlange Kursmaßnahme durch das AMS unter dem Motto 50+. Das Unternehmen, das diese Maßnahme unterstütze, mietete sich für diesem Zweck in einem alten Bürogebäude im 12. Bezirk nähe einer Tangente Auffahrt an. Im Kursprogramm wurden einmal die Woche ein Bewerbungstraining, und zweimal wöchentlich persönliches Coaching eingebunden.
Weiteres wurden Vorträge halbtäglich zu den Themen: Ernährung, Arbeitsrecht, Rhetorik, Pensionsrecht, EDV, und Englisch angeboten.
Wobei ich betonen muss, dass die Themen das AMS vorgeschrieben hatte. So saß man vier halbe Tage die Woche bei den langweiligen Vorträgen,
um die Statistik auszuschmücken und so galt man ja als Beschäftigter Staatsbürger…..und die Firma kassierte die Kursbeiträge, die dafür pro Teilnehmer an die 1800 Euro betrugen.
Anstatt einem Jobbewerber eine effiziente Berufsumschulung anzubieten und diese finanziell zu fördern, werden mit solchen Maßnahmen für Langzeitarbeitslose, sinnlose Gelder verschwendet.
Eigentlich, wenn ich so bedenke, habe ich volle 30 Jahre Versicherungsbeiträge eingezahlt, und bekomme in der Übergangszeit solche Kurse zur Verschönerung der Statistiken angeboten.
Die andere Erklärung dazu, wenn man über 40 Jahre alt ist, rentiert es sich für die Gesellschaft nicht, wenn man diesen Leuten eine Berufsumschulung
im vollen Masse zukommen ließe. Schon gar nicht, wenn man 50+ ist, (laut Aussagen von Experten und Coachs), die ihre Stellungnahme zu diesem Thema erläuterten.
Von den vielen Bewerbungen, die ich in zwei von mir ausgeübten Berufsgruppen als Stage-Manager und Fotograf aussendete,
möchte ich jetzt nicht detailliert berichten, denn diese sind nur mehr reine Routine.
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