Kosten und die Existenz
In meinem Bekanntenkreis ist mir zugetragen worden, dass Sozialhilfe oder Notstandshilfebezieher, bis zu ca. 300 € Brutto dazuverdienen dürfen. Diesen Betrag müssen sie noch mit bürokratischen Aufwand dem AMS melden, in dem sie bei der Honorarnote genaue Begründungen Ihrer kurzzeitig geleisteten Tätigkeit angeben müssen.
In der derzeitigen Wirtschaftliche Krisensituation sind 300 € Brutto nicht viel. Bei den steigenden Energie – und Betriebskostenerhöhungen, sind Betroffene bereits an der Grenze des Existenzminimum angelangt, wenn nicht sogar darüber hinweg. Trotz Ausgleichzulagen wie Wohnbeihilfen und GIS Gebührenbefreiungen, leben die meisten Leute an der Armutsgrenze. Ein Großteil der Banken, darunter auch die BAWAG, geht weiterhin das Risiko ein und bietet Arbeitslosen, Notstands – und Sozialhilfeempfänger noch zusätzliche Privatkredite an. Eine Unverantwortlichkeit sonder gleichen. Kein Regierungsmitglied beschäftigt sich ernsthaft damit. Der Hintergrund liegt hier tiefgreifender. Nimmt ein Arbeitsloser einen Kredit auf, so ist er schon ein lebenslanger Besitz der Bank. Sobald dieser einen Job bekommt,womöglich noch mit einer Gage von 1000€, kann er von der Bank bis zum Existenzminimum gepfändet werden. Eine moderne Art Sklaven zu gewinnen. Wenn die WK und die Regierung dieses befürwortet, wird es wohl seinen Sinn haben. Intern steigt aber die Inflationsrate weiter in größeren Dimensionen an. Darum rechnet man heute schon in der EU und in Österreich bis 2013, mit bis zu ca. 247,3 Milliarden Euro Schulden. Harry B.P. Jaeger für die Wiener Nachrichten
Related entries
Doppelt so viele Sozialhilfebezieher in Graz
Österreich: Die enorme Job-Lüge
Standort Österreich für russische Unternehmen interessant
Comments are closed.
