Doppelt so viele Sozialhilfebezieher in Graz

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Foto Galina Toktalieva
Die Wirtschaftskrise hinterlässt auch im Bereich der Sozialhilfe immer deutlichere Spuren. Laut der Halbjahresstatistik des Grazer Sozialamtes hat sich die Zahl der dauerhaften Bezieher im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Sozial schwache Menschen bekommen die schwierige Wirtschaftssituation mittlerweile mit voller Härte zu spüren: Waren im ersten Halbjahr 2008 noch rund 960 Grazer dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesen, sind es heuer fast 1.900 – also nahezu doppelt so viele, sagt die Grazer Sozialstadträtin Elke Edlinger (SPÖ).
Umso wichtiger sei die geplante Mindestsicherung, die ab Herbst 2010 die Sozialhilfe ersetzen soll – allerdings nur zwölf Mal im Jahr und nicht wie die Sozialhilfe 14 Mal, kritisiert Edlinger.
Die Betroffenen bräuchten den 13. und 14. Bezug extrem dringend, sagt die Sozialstadträtin: “Nicht, weil sie damit auf Urlaub fahren möchten, sondern mit ein paar hundert Euro im Monat auskommen ist so schon extrem schwierig und wenn dann außertourliche Anschaffungen anstehen – egal, ob die Waschmaschine kaputt ist oder ob eine Zahnspange für den Nachwuchs notwendig ist – solche größeren Brocken sind für die Betroffenen fast nicht schaffbar.”

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