Archive for the ‘Kultur’ Category

Menschen, Gemeinden, Behörden und ihre Besitztümer

Friday, April 17th, 2009

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Harry B.P. Jaeger für die Wiener Nachrichten

Die Mölker Bastei

Errichtet im Jahre 1150, benannt nach dem Stift Melk an der Donau.Der letzte Rest der Wiener Stadtmauern.Hier verbirgt sich ein endlos bürokratischer Zwiespalt. Aktuell ist die Mölker Bastei vom Verfall bedroht, da sie zum Teil im Eigentum des Stadterweiterungsfonds steht, der im österreichischen Innenministerium ressortiert, und zum Teil im Eigentum der Stadt Wien. Kompetenzstreitigkeiten verhindern seit Jahren eine Sanierung. Ob Rot, oder Schwarz …..eine taktische Verzögerung der Entscheidungswilligkeit und ergo dessen der aktiven Handlung. Hier fällt kein Wort über die Behörden, die zur Sicherheitsprüfung eingesetzt werden. Erst dann wenn eine der letzten Stadtzierden einstürzt und die darin lebenden Anrainer verschüttet werden, wird erst eine Zwanghafte Entscheidung fallen, ob der historische Rest der Stadtmauer entfernt, oder saniert wird.

Kompetenzstreitigkeiten sind in vielen Fällen ein Übel aller Katastrophen.

Foto: Blick in eine der ältesten Seitengassen hinter dem erhaltenen Juwel, dem “Dreimäderlhaus”, der Mölker Steig

Das Denkmal eines Migranten

Thursday, April 16th, 2009

Beethoven-Denkmal in Wien
Werner Braun für die Wiener Nachrichten
So häufig begegnen wir Migranten mit Angst und Unsicherheit, wenn nicht sogar mit Feindseligkeit. Das ist nichts Neues. Aber manchmal haben wir offensichtlich einfach vergessen, dass ein Migrant ein Migrant ist. Dann kann es schon passieren, dass wir ihm sogar mitten in Wien ein Denkmal setzen.

Im Jahre 1787 kam ein junger Rheinländer nach Wien, dessen Vorfahren aus den Niederlanden stammten. Er war ein musikbegeisterter Jüngling und wollte bei Mozart Komposition studieren. Der aber war mit anderem beschäftigt, vor allem mit der Fertigstellung des “Don Giovanni”, außerdem hatte er familiäre Probleme. Ludwig van Beethoven, so hieß der junge Mann vom Rhein, fand dennoch die Aufmerksamkeit Mozarts, der in ihm ein schlummerndes Talent sah. Aber nur von kurzer Dauer war Beethovens Aufenthalt in Wien. Zwei Wochen nach seiner Ankunft in Wien erkrankte seine Mutter schwer und der junge Ludwig eilte heim nach Bonn an ihr Krankenbett. Ihr Tod im Juni 1787 traf ihn schwer.
Zwei Jahre später begann er ein Studium in Bonn. Aber Wien hatte ihn schon verzaubert. Ausgestattet mit Empfehlungen und Privilegien des Kölner Kurfürsten kam Beethoven 1792 zum zweiten Mal in Wien an. Sein Idol Mozart verstarb im gleichen Jahr, aber er bekam Unterricht bei anderen Größen der Musikwelt wie Joseph Haydn und Antonio Salieri. Und dann waren sehr schnell alle Brücken zu seiner rheinischen Heimat abgebrochen. Im gleichen Jahr verstarb auch der Vater und zwei Jahre später ging seine Heimat, das Kurfürstentum Köln in einer Invasion napoleonischer Truppen unter. Von nun an musste Wien seine Heimat sein, ob er wollte oder nicht. Migrantenschicksal! (more…)

Rückblick mit weit geschlossenen Augen

Friday, March 20th, 2009
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Werner Braun, die Wiener Nachrichten

Als ich zehn Jahre alt war, fand ich in einem Magazin eine Fotografie, die Kirk Douglas im Gladiatoren-Outfit zeigte mit Dreizack, Netz und nacktem Oberkörper. Es war eine Szene aus dem Film “Spartacus”.

Ich war von der Dynamik des Bildes und dem Kostüm so begeistert, dass ich das Bild ausschnitt, in ein Sammelheft klebte und noch viele Jahre besaß. Den Film hätte ich auch brennend gerne gesehen, aber er war für meine damalige Alterstufe nicht zugelassen. Der Regisseur des Films interessierte mich damals nicht. Ich war bloß fasziniert von Kirk Douglas als Spartakus.
Vor zehn Jahren ist dieser Regisseur, der mich damals überhaupt nicht interessierte, der Welt verlorengegangen. Stanley Kubrick erlag einem Herzinfarkt. Der Tod ereilte ihn wenige Tage nach Fertigstellung seines letzten Films “Eyes Wide Shut” mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen. Die offizielle Premiere des Films hat Kubrick schon nicht mehr erlebt.
Er war Pefektionist – und das sehr oft zum Leidwesen der Schauspieler, die mit ihm arbeiten durften – oder mussten?! Es gab Szenen aus “The Shining”, die bis zu 60 mal gedreht wurden, bis sie vor Kubricks Augen Bestand hatten. Kein Wunder, dass Jack Nicholson, der seinen Part darin ebenso oft spielen musste, schließlich wenig Begeisterung für seinen Regisseur aufbrachte. (more…)

Faces

Sunday, March 9th, 2008

Portrait of photgrapher

Benevolent, you are welcome to visit my recent flash gallery created with Lightroom and Autoviewer. I am fond of Eckhart Tolle, look what he writes: “Everything, a bird, a tree, even a simple stone, and certainly a human being, is ultimately unknowable” From “A New Earth” by Eckhart Tolle. He writes that all our suffering is result of our escape from present moment or lack of awareness. Photography is pure meditation sometimes, one must be alert and fully present at the moment.

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