Archive for the ‘Werner Braun’ Category
Monday, June 15th, 2009
Galina Toktalieva for die Wiener Nachrichten
Whenever I go to Main Square with idea to make good photo of a horse, the blinders – leather flaps of bridle to keep horse from seeing anything on both sides – abash me. They say horses need those blinders to drag carriage with tourists forward. They also say about folks who are not able to accept reality: people have their blinders on. However, to move steadily forward, one virtually needs to concentrate at target and ignore anything else around – to put blinders on. Photographers experimenting with image know that any occasional element included in frames suddenly gets quality of wholeness. Frames draw attention to detail retrieved from blurred zone of our perception. Can we really believe our eyes, if consider that eagles, cats or flies see the world differently? (more…)
Tags: business in Austria, emigration, emigration media, Graz, Graz Landhaus, human rights, Jobless, M-media, Nationalism in Austria, ORF journalist, Sozialhilfe
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Monday, June 1st, 2009
Werner Braun für Die Wiener Nachrichten
Nun ist der Deal perfekt! Opel hat sich von seiner Muttergesellschaft GM gelöst und ist in Deutschland sozusagen auf den Markt geworfen worden. Es hat lange und zähe Verhandlungen gegeben, in welchen sich schließlich Frank Stronachs Unternehmen Magna durchgesetzt hat.
Der Verkauf eines derartigen Unternehmens ist aber keineswegs eine einfache Sache. Auf der Verkäuferseite gilt es, die – durchaus unterschiedlichen – Interessen mehrerer Gruppen zu wahren, und auch der Käufer muss mehrere Geldgeber unter einen Hut bringen, dabei die Interessen der Verkäufer wahren und zudem noch seinen Mit-Financiers klare Vorteile aus dem Kauf bieten.
Magna ist kein kleines Unternehmen – immerhin der weltweit drittgrößte Zulieferer der Autoindustrie. Aber dieser Deal brachte auch Frank Stronachs Unternehmen an die Grenze seiner Möglichkeiten. Und es ist noch keineswegs ausgestanden, denn auch Magna wurde – verständlicherweise – von seinen Kunden tief in die Krise mit hineingezogen. (more…)
Tags: Business, Financial crisis, Frank Stronach, Magna, Opel, Russia
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Sunday, May 10th, 2009
Werner Braun für die Wiener Nachrichten
Ich kann mich noch gut erinnern, als der erste Block des Wohnparks Alt-Erlaa fertiggestellt war und die Wohnungen in allen Medien beschrieben wurden. So gerne hätte ich selbst auch eine kleine eigene Wohnung dort gehabt. Allerdings war ich zu der Zeit noch in Ausbildung und hatte keine Chance, auch nur das Geld für die Anzahlung aufzubringen.
Lange Zeit – auch schon lange vor der Fertigstellung – war das Projekt Stadtgespräch und eifrig wurde das Für und Wider diskutiert, natürlich von Leuten, die nicht selbst dort wohnten, sondern bloß Vorstellungen davon entwickelten wie das sei oder sich einfach Vorurteile angelesen hatten. Nach und nach gab es auch Leute, die tatsächlich dort wohnten. Hin und wieder lernte man einen Alt-Erlaa-Bewohner kennen, oder man kannte jemand, der einen solchen kannte, oder auch nur jemand, der seinerseits jemand kannte, der einen Alt-Erlaa-Bewohner kannte. Und langsam mischten sich damit auch Erfahrungs- und Praxisberichte in die bislang theoretische, aber deswegen nicht minder emphatische Diskussion. (more…)
Tags: architecture, Architektur, Society, Vienna
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Monday, May 4th, 2009
Werner Braun für die Wiener Nachrichten
Wenn man jetzt in den ersten Frühlingstagen in Wien-Landstraße unterwegs ist, kann es passieren, dass man in der Jaurèsgasse plötzlich vor einem Gebäude steht, das einem glauben macht, man sei in Moskau. Tatsächlich steht die russisch-orthodoxe Kathedrale schon sehr lange, aber erst nach einer fünfjährigen gründlichen Renovierung entfaltet sie ihre volle Pracht und ist zu einem wahren Schmuckstück für die Umgebung und für Wien geworden. Früher hatte man sie zwar auch als etwas fremdartig wahrgenommen, aber ihre volle Schönheit hatte sie jahrzehntelang unter Bauschäden, unter einer Ruß- und Staubschicht verborgen gehalten.
Zwar war die Renovierung schon im Dezember abgeschlossen, aber jetzt spielt auch das Wetter so richtig mit und lässt die fünf goldenen Kuppeln in der Sonne funkeln.
In Österreich gibt es seit Jahrhunderten russische Gemeinden, meist bestanden sie aus Diplomaten einerseits und Handelsleuten andererseits. Eine solche Gemeinde bestand im 17. Jahrhundert auch in Tokaj (damals österreichisch-ungarische Monarchie, heute Ungarn). (more…)
Tags: architecture, art, history, religion
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Tuesday, April 21st, 2009
Werner Braun für Die Wiener Nachrichten
Wenn man sich der Urania vom Stadtpark her nähert, dann sieht man deutlich, dass sich zumindest in einer Himmelsrichtung das relativ neue UNIQA-Gebäude über dem Donaukanal dem spähenden Teleskop in den Weg stellt, welches dann vielleicht statt ferner Welten die Unterlagen auf den Schreibtischen der Versicherungsbeamten entdeckt.
Diese sitzen noch dazu in fast uneingeschränkt einsehbaren Büros und werden sicher auch kein angenehmes Gefühl dabei empfinden, wenn sie in kurzer Entfernung ein Teleskop auf sich gerichtet sehen, auch wenn niemand ernsthaft die Absicht hat, ihre Arbeitsplätze mit dem Teleskop zu durchsuchen.
Man kann sich ja kaum vorstellen, dass sich mitten in der Stadt eine Sternwarte befindet. Aber die Urania am Donaukanal ist tatsächlich ein richtiges Himmelsobservatorium. Es wurde um 1909 von Max Fabiani, einem Schüler Otto Wagners errichtet und 1910 von Kaiser Franz Joseph feierlich eröffnet. Neben der Himmelbeobachtung dient die Urania vor allem der Volksbildung. Sie beherbergt die Urania-Puppenspiele, ein Kino und etliche Vortrags- und Schulungseinrichtungen, die vor allem von der Volkshochschule genutzt werden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Urania schwer beschädigt und die Kuppel fast zur Gänze zerstört. Erst 1957 war sie wieder soweit instand gesetzt, dass sie wiedereröffnet werden konnte. In den Jahren 2002 und 2003 erfolgte dann eine Generalsanierung. Im Zuge derer wurde auch eine Gastronomieeinrichtung mit Terrasse zum Donaukanal hin eingebaut. (more…)
Tags: Architektur, Austria, emigration, Geschichte, Kunst, Vienna, Wien-Kultur
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Thursday, April 16th, 2009
Werner Braun für die Wiener Nachrichten
So häufig begegnen wir Migranten mit Angst und Unsicherheit, wenn nicht sogar mit Feindseligkeit. Das ist nichts Neues. Aber manchmal haben wir offensichtlich einfach vergessen, dass ein Migrant ein Migrant ist. Dann kann es schon passieren, dass wir ihm sogar mitten in Wien ein Denkmal setzen.
Im Jahre 1787 kam ein junger Rheinländer nach Wien, dessen Vorfahren aus den Niederlanden stammten. Er war ein musikbegeisterter Jüngling und wollte bei Mozart Komposition studieren. Der aber war mit anderem beschäftigt, vor allem mit der Fertigstellung des “Don Giovanni”, außerdem hatte er familiäre Probleme. Ludwig van Beethoven, so hieß der junge Mann vom Rhein, fand dennoch die Aufmerksamkeit Mozarts, der in ihm ein schlummerndes Talent sah. Aber nur von kurzer Dauer war Beethovens Aufenthalt in Wien. Zwei Wochen nach seiner Ankunft in Wien erkrankte seine Mutter schwer und der junge Ludwig eilte heim nach Bonn an ihr Krankenbett. Ihr Tod im Juni 1787 traf ihn schwer.
Zwei Jahre später begann er ein Studium in Bonn. Aber Wien hatte ihn schon verzaubert. Ausgestattet mit Empfehlungen und Privilegien des Kölner Kurfürsten kam Beethoven 1792 zum zweiten Mal in Wien an. Sein Idol Mozart verstarb im gleichen Jahr, aber er bekam Unterricht bei anderen Größen der Musikwelt wie Joseph Haydn und Antonio Salieri. Und dann waren sehr schnell alle Brücken zu seiner rheinischen Heimat abgebrochen. Im gleichen Jahr verstarb auch der Vater und zwei Jahre später ging seine Heimat, das Kurfürstentum Köln in einer Invasion napoleonischer Truppen unter. Von nun an musste Wien seine Heimat sein, ob er wollte oder nicht. Migrantenschicksal! (more…)
Tags: Austria, emigration, Geschichte, Kultur, Musik, Wien
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Friday, March 20th, 2009
Werner Braun, die Wiener Nachrichten
Als ich zehn Jahre alt war, fand ich in einem Magazin eine Fotografie, die Kirk Douglas im Gladiatoren-Outfit zeigte mit Dreizack, Netz und nacktem Oberkörper. Es war eine Szene aus dem Film “Spartacus”.
Ich war von der Dynamik des Bildes und dem Kostüm so begeistert, dass ich das Bild ausschnitt, in ein Sammelheft klebte und noch viele Jahre besaß. Den Film hätte ich auch brennend gerne gesehen, aber er war für meine damalige Alterstufe nicht zugelassen. Der Regisseur des Films interessierte mich damals nicht. Ich war bloß fasziniert von Kirk Douglas als Spartakus.
Vor zehn Jahren ist dieser Regisseur, der mich damals überhaupt nicht interessierte, der Welt verlorengegangen. Stanley Kubrick erlag einem Herzinfarkt. Der Tod ereilte ihn wenige Tage nach Fertigstellung seines letzten Films “Eyes Wide Shut” mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen. Die offizielle Premiere des Films hat Kubrick schon nicht mehr erlebt.
Er war Pefektionist – und das sehr oft zum Leidwesen der Schauspieler, die mit ihm arbeiten durften – oder mussten?! Es gab Szenen aus “The Shining”, die bis zu 60 mal gedreht wurden, bis sie vor Kubricks Augen Bestand hatten. Kein Wunder, dass Jack Nicholson, der seinen Part darin ebenso oft spielen musste, schließlich wenig Begeisterung für seinen Regisseur aufbrachte. (more…)
Tags: Arthur Schnitzler, Film, Kunst, Schauspieler, Stanley Kubrick
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Monday, March 16th, 2009
Werner Braun, die Wiener Nachrichten, Wien
“We don’t wanna put in”, so lautet der Titel des georgischen Beitrags zum diesjährigen Eurovisions Song Contest. Die Gruppe “Stephane and 3G” wollte ihn am 16. Mai in Moskau bei der Endausscheidung präsentieren.
A ber in Russland regen sich massive Proteste gegen diesen Titel. Man meint, die Zeilen als “We don’t wanna Putin” zu verstehen und argwöhnt, dass sie auch so gemeint seien. Rowdytum! So werden sie von einem Sprecher des russischen Ministerpräsidenten kommentiert. Auch die European Broadcasting Union (EBU) hebt mahnend den Finger gegen Tiflis und meint, politische Aussagen hätten bei einem Schlagerwettbewerb nichts verloren. Man solle doch den Text ändern oder einen anderen Titel einreichen.
Vor einigen Jahren war es noch so, dass alle Beiträge zum Song Contest in der (oder in einer) offiziellen Landessprache vorgetragen werden mussten. Gut hatten es da die Spanier und die Italiener, weil ihre Sprachen sehr melodisch klingen. Auch Französisch ist vortrefflich sangbar, wovon auch die Schweizer, Belgier und Luxemburger einen Vorteil zogen. Die Schweizer konnten zusätzlich noch Italienisch wählen. Und die Engländer wussten ohnehin, dass Lieder in ihrer Sprache weltweit verstanden oder zumindest akzeptiert wurden. Von der Möglichkeit, in Englisch zu singen, profitierten allerdings auch die Iren. Aber da gab es in Europa noch die Anderen: Niederländer, Schweden, Norweger, Finnen, Ungarn, Tschechen, Griechen und noch viele andere, deren Spache vielleicht ein wenig hart oder konsonantenreich ist und sich weniger gut für Liedtexte eignet. Sie setzten es schließlich durch, dass man beim Song Contest die Sprache des Liedtextes frei wählen könne. Wen wundert’s dass von nun an der Großteil aller Beiträge in Englisch war.
Für Georgien wird nun der Liedtitel in Englisch zum Bumerang. Der Song hätte in der georgischen Sprache wohl kaum zu Missverständnissen geführt. Oder war er tatsächlich als politische Anspielung gemeint? (more…)
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