Posts Tagged ‘emigration’

Novelle des Fremdenrechts

Monday, January 4th, 2010

WIEN_Am 1. Jänner trat in Österreich wieder ein neues Fremdenrecht in Kraft. Der Nationalrat hat die Gesetze im Oktober mit den Stimmen der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP beschlossen. Für Asylwerber bedeutet das weitere Verschärfungen, Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) will mit dem Gesetzespaket, wie sie sagt, die Hintertür für Kriminelle schließen, damit die Vordertür für Verfolgte offen bleibt. Einige Punkte sind aber umstritten.
Es wird künftig schwieriger sein, einen Folgeantrag zu stellen – also einen neuerlichen Asylantrag, nachdem das Verfahren in allen Instanzen schon negativ entschieden wurde.
Das Gesetz bringt auch einige wenige Erleichterungen für Flüchtlinge: Subsidiär Schutzberechtigte, also Menschen, die kein Asyl bekommen, aber aus anderen Gründen nicht abgeschoben werden dürfen, können nach fünf Jahren einen Aufenthaltstitel bekommen, bisher mussten sie jedes Jahr einen Antrag stellen. ORF.at

Asylum seekers in EU

Monday, December 21st, 2009


The EU granted protection to 76,300 asylum seekers in 2008, according to statistics issued by the European Commission.
The largest group of beneficiaries of protection was Iraqis (16,600 people or 22 per cent of the total), followed by Somalis (9,500 or 12 per cent), Russians (7,400 or 10 per cent), Afghans (5,000 or seven per cent) and Eritreans (4,600 or six per cent). Nearly 30 per cent of asylum seekers were given a favorable decision the first time round.
Of the 76,300 people who were granted protection status, 40,000 were granted refugee status, 25,500 subsidiary protection and 10,800 were allowed to stay on humanitarian grounds. Two thirds of all grants of protection status were in France (11,500), followed by Germany (10,700), the UK (10,200), Italy (9,700), Sweden (8,700), the Netherlands (6,100) and Austria (5,700).

Tödliche Mischung

Monday, November 2nd, 2009


VON VIKTOR FUNK
“Ich bin ein Russe im Sinn von Erziehung. Aber laut Blutprozent bin ich mindestens 50 Prozent ein Deutscher … Ich bin in Deutschland seit drei Jahren … Bis jetzt habe ich nur Scheiße von Türken gesehen, aber von Deutschen nur Angst … Vielleicht ist es zu stark gesagt, aber wir sind Ihre besten Freunde in Kampf die Islamisierung. ” (more…)

Migrants helped Vienna

Saturday, September 19th, 2009

galina_toktalieva_persian_beauty VIENNA-Migrants have helped Vienna to cope with the economic decline, top business experts declared. Hans Arsenovic from Vienna Green Business said at event called “Media.Trade Show.Migration” that migrants’ businesses had helped Vienna to cope with recession because many migrants have strong family bonds and correspondingly more stable and diligent family business. Whereas many native businessmen were forced to give up during hard times, migrant businesses did everything possible to save jobs occupied by family members (more…)

Migrantinnen und Medien

Friday, September 18th, 2009
simon_wiener_nachrichten

In_vier_Bezirken_Wiens Migranten als Mehrheit

WIEN – Obwohl wir in Österreich in einer multikulturellen Gesellschaft leben, sind es nur wenige Journalisten und Publizistikstudenten, die sich ernsthaft journalistisch mit MigrantInnen beschäftigen. Viele haben Angst oder schämen sich, MigrantInnen zu kontaktieren. Was zu Unwissenheit führt und die direkte Auseinandersetzung mit dem Thema verhindert. (more…)

Heiraten für die Aufenthaltsbewilligung

Thursday, August 27th, 2009

galina_toktalieva_street_photography Die Presse
Street Foto Galina Toktalieva
Dass Menschen nicht nur aus Liebe heiraten, sondern auch aus anderen Interessen, ist kein Geheimnis. Wie viele Ehen geschlossen werden, um in Österreich bleiben zu dürfen, ist aber nicht so klar.
Manche nennen es Scheinehe. Maria würde es anders ausdrücken: Nicht aus Liebe, sondern um zu helfen, hat sie geheiratet. Maria ist österreichische Staatsbürgerin. Ihr Mann stammt aus Indien. Vor ihrer Heirat kannten sie einander nur als Mitbewohner.
Maria wusste, dass sie sich mit dieser Eheschließung strafbar machen würde. Und sie wusste, dass es ein großes Risiko ist, als Ehepaar zusammenzuleben, obwohl man keines ist. Und doch willigte sie ein.
Ihr Mann erhielt durch die Heirat einen Aufenthaltstitel und den sofortigen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. (more…)

Die Sternwarte mitten in Wien

Tuesday, April 21st, 2009
Die Urania vor dem Hintergrund des UNIQA-Gebäudes

Werner Braun für Die Wiener Nachrichten

Wenn man sich der Urania vom Stadtpark her nähert, dann sieht man deutlich, dass sich zumindest in einer Himmelsrichtung das relativ neue UNIQA-Gebäude über dem Donaukanal dem spähenden Teleskop in den Weg stellt, welches dann vielleicht statt ferner Welten die Unterlagen auf den Schreibtischen der Versicherungsbeamten entdeckt.
Diese sitzen noch dazu in fast uneingeschränkt einsehbaren Büros und werden sicher auch kein angenehmes Gefühl dabei empfinden, wenn sie in kurzer Entfernung ein Teleskop auf sich gerichtet sehen, auch wenn niemand ernsthaft die Absicht hat, ihre Arbeitsplätze mit dem Teleskop zu durchsuchen.

Man kann sich ja kaum vorstellen, dass sich mitten in der Stadt eine Sternwarte befindet. Aber die Urania am Donaukanal ist tatsächlich ein richtiges Himmelsobservatorium. Es wurde um 1909 von Max Fabiani, einem Schüler Otto Wagners errichtet und 1910 von Kaiser Franz Joseph feierlich eröffnet. Neben der Himmelbeobachtung dient die Urania vor allem der Volksbildung. Sie beherbergt die Urania-Puppenspiele, ein Kino und etliche Vortrags- und Schulungseinrichtungen, die vor allem von der Volkshochschule genutzt werden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Urania schwer beschädigt und die Kuppel fast zur Gänze zerstört. Erst 1957 war sie wieder soweit instand gesetzt, dass sie wiedereröffnet werden konnte. In den Jahren 2002 und 2003 erfolgte dann eine Generalsanierung. Im Zuge derer wurde auch eine Gastronomieeinrichtung mit Terrasse zum Donaukanal hin eingebaut. (more…)

Das Denkmal eines Migranten

Thursday, April 16th, 2009

Beethoven-Denkmal in Wien
Werner Braun für die Wiener Nachrichten
So häufig begegnen wir Migranten mit Angst und Unsicherheit, wenn nicht sogar mit Feindseligkeit. Das ist nichts Neues. Aber manchmal haben wir offensichtlich einfach vergessen, dass ein Migrant ein Migrant ist. Dann kann es schon passieren, dass wir ihm sogar mitten in Wien ein Denkmal setzen.

Im Jahre 1787 kam ein junger Rheinländer nach Wien, dessen Vorfahren aus den Niederlanden stammten. Er war ein musikbegeisterter Jüngling und wollte bei Mozart Komposition studieren. Der aber war mit anderem beschäftigt, vor allem mit der Fertigstellung des “Don Giovanni”, außerdem hatte er familiäre Probleme. Ludwig van Beethoven, so hieß der junge Mann vom Rhein, fand dennoch die Aufmerksamkeit Mozarts, der in ihm ein schlummerndes Talent sah. Aber nur von kurzer Dauer war Beethovens Aufenthalt in Wien. Zwei Wochen nach seiner Ankunft in Wien erkrankte seine Mutter schwer und der junge Ludwig eilte heim nach Bonn an ihr Krankenbett. Ihr Tod im Juni 1787 traf ihn schwer.
Zwei Jahre später begann er ein Studium in Bonn. Aber Wien hatte ihn schon verzaubert. Ausgestattet mit Empfehlungen und Privilegien des Kölner Kurfürsten kam Beethoven 1792 zum zweiten Mal in Wien an. Sein Idol Mozart verstarb im gleichen Jahr, aber er bekam Unterricht bei anderen Größen der Musikwelt wie Joseph Haydn und Antonio Salieri. Und dann waren sehr schnell alle Brücken zu seiner rheinischen Heimat abgebrochen. Im gleichen Jahr verstarb auch der Vater und zwei Jahre später ging seine Heimat, das Kurfürstentum Köln in einer Invasion napoleonischer Truppen unter. Von nun an musste Wien seine Heimat sein, ob er wollte oder nicht. Migrantenschicksal! (more…)

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