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Die Männer trinken viel Wodka und sterben früh

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Vilnius-Kulturhauptstadt Europas 2009
Die schwierigen Übergangsjahre nach dem Ende der Sowjetunion haben auch die Psyche vieler Menschen in Mitleidenschaft gezogen.

Der baltische Staat Litauen nimmt in einigen Statistiken eine Spitzenposition ein. Doch es handelt sich dabei um eher unerfreuliche Daten.  Da wäre als erstes einmal die Selbstmordrate: Sie hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und ist nun die höchste der Welt, Litauen hat den langjährigen Rekordhalter Ungarn überholt.
Dann der Alkoholismus: Auch die Zahl der Alkoholkranken ist in den Jahren seit der Unabhängigkeit 1991 stark gestiegen.
Auch in der Statistik der Todesursachen spielen in Litauen Alkohol und Gewalt eine überdurchschnittliche Rolle. Die Lebenserwartung der Männer ist mit 65 Jahren die niedrigste in der EU – litauische Männer leben also um elf Jahre kürzer als ihre Frauen und um zwölf Jahre kürzer als österreichische Männer. Das sind Werte, die eher jenen des benachbarten Russland ähneln als jenen der anderen EU-Staaten. Auswanderungswelle und Wirtschaftskrise
Auch bei einer anderen Statistik ähnelt Litauen Russland: die Bevölkerung schrumpft. 1992 hatte das Land noch 3,7 Millionen Einwohner, jetzt sind es nur mehr 3,2 Millionen. Die Geburtenrate ist niedrig, und außerdem sind viele Staatsbürger zur Arbeit ins Ausland gegangen: Zehn Prozent der Litauer und Litauerinnen – auch das ist ein Rekord: so viel wie in keinem anderen EU-Land! – sind Arbeitsmigranten und -migrantinnen, sie sind hauptsächlich nach Großbritannien, Spanien oder Irland ausgewandert. Quelle ORF.AT

Март 13, 2009 Автор Галина Токталиева | под рубрикой Эмиграция | без комментариев