{"id":12683,"date":"2021-07-04T05:00:07","date_gmt":"2021-07-04T03:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/?p=12683"},"modified":"2021-11-27T16:44:31","modified_gmt":"2021-11-27T15:44:31","slug":"manner-hirne-und-frauen-hirne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/manner-hirne-und-frauen-hirne\/","title":{"rendered":"M\u00e4nner-Hirne und Frauen-Hirne"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/nimpha.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12682\" src=\"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/nimpha.jpg\" alt=\"\" width=\"740\" height=\"473\" srcset=\"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/nimpha.jpg 740w, https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/nimpha-207x132.jpg 207w, https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/nimpha-383x245.jpg 383w, https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/nimpha-688x440.jpg 688w\" sizes=\"auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Geschlechtsunterschiede aus neurowissenschaftlicher Sicht<\/strong><\/p>\n<p>Der Mythos, dass das Gehirn eines Mannes ganz anders aussieht und funktioniert als das einer Frau, h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig. Dabei sind die Unterschiede meist sehr klein, sagen Forscher. Wenn man ein menschliches Gehirn vor sich hat, kann man nicht nur von der Betrachtung hersagen, ob es m\u00e4nnlichen oder weiblichen Ursprungs ist.<\/p>\n<p>Nur bei einem Bereich im Gehirn ist das anders. Der Teil des Gehirns, um den es geht, misst nur wenige Millimeter. Er sitzt tief im Gehirn, in einem evolution\u00e4r sehr alten Bereich, dem Zwischenhirn und geh\u00f6rt zum menschlichen Sexualzentrum. Bei m\u00e4nnlichen S\u00e4ugetieren ist er der Knotenpunkt, der \u201etypisch m\u00e4nnliches\u201c Verhalten steuert und verschaltet: Dominanz, Aggression und den Sexualtrieb. Frauen haben diese gemeinsame Schaltzentrale dagegen nicht. Bei ihnen sind Dominanz, Aggression und Sexualtrieb entkoppelt und werden von verschiedenen Nervenkernen im Zwischenhirn gesteuert.<\/p>\n<p>Weil der Nucleus pr\u00e4opticus medialis bei M\u00e4nnern diese besondere Funktion erf\u00fcllt, ist er mehr als doppelt so gro\u00df wie bei Frauen. Der m\u00e4chtige Nervenzellkern ist deshalb der einzige Bereich des Gehirns, der Forschern verl\u00e4sslich verr\u00e4t, ob ein Gehirn einem Mann oder einer Frau geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass der Nucleus pr\u00e4opticus medialis tats\u00e4chlich f\u00fcr \u201etypisch m\u00e4nnliche\u201c Verhaltensweisen verantwortlich ist, gibt es Nachweise. So haben Forscher zum Beispiel weiblichen Ratten den Nucleus pr\u00e4opticus medialis eines m\u00e4nnlichen Artgenossen eingesetzt. Die Ratte fing daraufhin an, andere Weibchen zu besteigen. Sie war auch aggressiver als zuvor und beteiligte sich an Revierk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Beim Menschen gibt es ebenfalls Hinweise darauf, wie bedeutsam der Nervenkern f\u00fcr das Verhalten der Geschlechter ist. Dann n\u00e4mlich, wenn M\u00e4nner oder Frauen sich sexuell zum eigenen Geschlechts hingezogen f\u00fchlen. Homosexuelle M\u00e4nner haben schon als F\u00f6tus einen deutlich kleineren Nucleus pr\u00e4opticus medialis als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen.<\/p>\n<p>Umgekehrtes gilt f\u00fcr lesbische Frauen. Bei ihnen ist der Nervenkern gr\u00f6\u00dfer als bei heterosexuellen Frauen. In besonderen F\u00e4llen kann es auch dazu kommen, dass das hormonelle Geschlecht nicht mehr dem genetischen Geschlecht entspricht. Dann spricht man von Intersexualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wissenschaftler vermuten, dass es in so einem Fall zu einer ver\u00e4nderten Kommunikation zwischen dem Embryo und dem hormonellen System der Mutter gekommen ist. Bei mehr als f\u00fcnf Prozent der Schwangerschaften kommt es in mehr oder weniger ausgepr\u00e4gter Form dazu.<\/p>\n<p>Das Hauptresultat der Forschungsergebnisse lautet, da\u00df M\u00e4nner und Frauen sich in der Art ihrer Intelligenz unterscheiden, und zwar vor allem in ihrer Art, abstrakte Aufgaben zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Probleme, bei deren L\u00f6sung Frauen M\u00e4nnern \u00fcberlegen sind, lassen sich wie folgt aufz\u00e4hlen: 1) Frauen sind besser bei optischen Wahrnehmungen, bei denen es auf die Geschwindigkeit, das detailgetreue Erinnerungsverm\u00f6gen und die Entscheidungsschnelligkeit ankommt. 2) Frauen haben eine fl\u00fcssigere Sprache 3) Frauen verf\u00fcgen \u00fcber eine feinere Motorik der Hand 4) Frauen besitzen eine h\u00f6here Wahrnehmungsgeschwindigkeit.<\/p>\n<p>M\u00e4nner sind dagegen bei den folgenden Leistungen im Vorteil: 1) M\u00e4nner haben ein besseres Abstraktionsverm\u00f6gen und sind bei mathematischen Schlussfolgerungen Frauen \u00fcberlegen 2) M\u00e4nner k\u00f6nnen besser zielgerichtet werfen und auffangen 3) M\u00e4nner haben ein besseres r\u00e4umliches Vorstellungsverm\u00f6gen 4) M\u00e4nner zeigen bessere optische Leistungen bei Suchbildern, d.h. beim Auffinden versteckter geometrischer Figuren.<\/p>\n<p>Drei dieser Eigenschaften &#8211; r\u00e4umliches Vorstellungsverm\u00f6gen, mathematisches Schlussfolgern und Wahrnehmungsgeschwindigkeit &#8211; wurden bei m\u00e4nnlichen und weiblichen Probanden in ihrer Abh\u00e4ngigkeit vom Testosterongehalt untersucht. Die Ergebnisse sind \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>Frauen mit hohem Testosteronspiegel l\u00f6sen Fragen zum r\u00e4umlichen Vorstellungsverm\u00f6gen (m\u00e4nnliche Dom\u00e4ne) besser als Frauen mit niedriger Testosteronkonzentration. Bei M\u00e4nnern ist es umgekehrt: ein niedriger Testosteronspiegel korreliert mit besseren Leistungen.<\/p>\n<p>Bei dem Test zur Wahrnehmungsgeschwindigkeit (weibliche Dom\u00e4ne) gibt es dagegen keine Korrelation zwischen Hormongehalt und kognitiver Leistung. Der Test zum mathematischen Schlussfolgern wiederum, bei den M\u00e4nnern besser abschneiden als Frauen, ergibt die besten Leistungen bei M\u00e4nnern mit niedrigem Testosteronspiegel.<\/p>\n<p>Die unterschiedlichen F\u00e4higkeiten variieren mit dem Hormonspiegel. So zeigen Frauen in der Phase des Menstruationszyklus mit niedrigem \u00d6strogenspiegel erh\u00f6hte Raumvorstellung und in der Phase mit hohem \u00d6strogenspiegel erh\u00f6hte Motorik. Frauen, die \u00d6strogene im Rahmen einer Hormonersatztherapie erhalten, weisen ein besseres Spracherinnerungsverm\u00f6gen auf.<\/p>\n<p>Diese und \u00e4hnliche Tests zeigen \u00fcbrigens auch Unterschiede zwischen homo- und heterosexuellen M\u00e4nnern. Daraus ergibt sich, dass die optimale Testosteronkonzentration f\u00fcr die genannten kognitiven Aspekte offensichtlich ein Prozentsatz ist, der h\u00f6her als der normale weibliche und niedriger als der normale m\u00e4nnliche Spiegel ist.<\/p>\n<p>Quelle:WELT.DE<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschlechtsunterschiede aus neurowissenschaftlicher Sicht Der Mythos, dass das Gehirn eines Mannes ganz anders aussieht und funktioniert als das einer Frau, h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig. Dabei sind die Unterschiede meist sehr klein, sagen Forscher. Wenn man ein menschliches Gehirn vor sich hat, kann man nicht nur von der Betrachtung hersagen, ob es m\u00e4nnlichen oder weiblichen Ursprungs ist. 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