{"id":12740,"date":"2021-07-11T00:00:05","date_gmt":"2021-07-10T22:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/?p=12740"},"modified":"2021-07-11T00:00:05","modified_gmt":"2021-07-10T22:00:05","slug":"sanktionen-und-positive-trends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/sanktionen-und-positive-trends\/","title":{"rendered":"Sanktionen und positive Trends"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/castle-vienna.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12742\" src=\"https:\/\/www.toktali.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/castle-vienna.jpg\" alt=\"\" width=\"740\" height=\"416\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Beziehungen zwischen Moskau und \u00d6sterreich: Positive Trends<\/strong><\/p>\n<p>Russlands Botschafter Dmitrij Ljubinskij stellte sich beim Besuch in der VN-Redaktion Fragen zu Politik und Wirtschaft. In Vorarlberg leben derzeit 1666 russische Staatsb\u00fcrger. \u00dcber 4000 Russen besuchten 2017 das Land als Touristen.<\/p>\n<p>Russlands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow hat beklagt, die Feindschaft des Westens gegen\u00fcber Moskau sei gr\u00f6\u00dfer als im Kalten Krieg. Ist es wirklich so dramatisch?<\/p>\n<p>LJUBINSKIJ Die Beziehungen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und Russland sind tats\u00e4chlich wegen den Sanktionen in eine Sackgasse geraten. Aber wir beobachten in letzter Zeit wieder positive Trends, etwa in den Beziehungen mit \u00d6sterreich und auch in den wirtschaftlichen Beziehungen.<\/p>\n<p>Die Krim gilt noch immer als russisch besetzt.<\/p>\n<p>LJUBINSKIJ Die Krim ist nicht besetzt, sie ist Teil der russischen F\u00f6deration. Das ist eine abgeschlossene Frage.<\/p>\n<p>Trotz Sanktionen gestalten sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und \u00d6sterreich nach dem Einbruch 2015 wieder positiv. Wie entwickelt sich das?<\/p>\n<p>LJUBINSKIJ Wir hatten 2017 eindeutig ein Plus von \u00fcber 20 Prozent. Was ich besonders wichtig finde, ist die Steigerung der Zusammenarbeit bei den Investitionen auf beiden Seiten. Auch in den letzten schwierigen Jahren hat keine \u00f6sterreichische Firma den russischen Markt verlassen. Derzeit sind \u00fcber 1200 Firmen aus \u00d6sterreich in Russland angesiedelt. Die Beziehungen entwickeln sich vielleicht nicht so schnell, wie wir das wollen, aber der Trend ist positiv.<\/p>\n<p>Einerseits klagt Russland \u00fcber Sanktionen, andererseits errichtet es f\u00fcr westliche Firmen H\u00fcrden.<\/p>\n<p>LJUBINSKIJ Die Sanktionen k\u00f6nnen keine Einbahnstra\u00dfe sein. Wir haben Gegenma\u00dfnahmen eingef\u00fchrt, um die Interessen der russischen Produzenten zu gew\u00e4hrleisten. Die Sanktionen n\u00fctzen niemandem etwas, aber das war ja nicht unsere Entscheidung.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz steht die Pr\u00e4sidentschaftswahl an, Wladimir Putin macht mit ziemlicher Sicherheit wieder das Rennen. Warum gibt es keinen wirklichen Gegenkandidaten?<\/p>\n<p>LJUBISNKIJ Es gibt mehr als 50 Kandidaten. Man kann also nicht sagen, dass es keine Gegenkandidaten gibt. Putin gilt nat\u00fcrlich als Symbolfigur, f\u00fcr viele Russen ist er ein Garant der Stabilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wenn Sie die USA ansprechen: Da wird Moskau vorgeworfen, sich in die Wahl 2016 eingemischt zu haben.<\/p>\n<p>LJUBINSKIJ F\u00fcr die Medien ist es doch das Einfachste zu sagen, Russland sei an allem schuld. Nehmen Sie die Wahl in den Vereinigten Staaten: Es wird behauptet, das Ergebnis hat Russland organisiert. Nehmen Sie Katalonien, auch da soll Russland im Spiel sein. Hierzulande hei\u00dft es wohl, Gott sei Dank hat Russland nicht die \u00f6sterreichische Wahl manipuliert.<\/p>\n<p><em>Zur Person<br \/>\nDmitrij Ljubinskij, geboren 1967, ist seit seinem Abschluss am staatlichen Institut f\u00fcr Internationale Beziehungen in Moskau 1989 im diplomatischen Dienst. Seit 2015 ist er Botschafter der russischen F\u00f6deration in \u00d6sterreich.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: APA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beziehungen zwischen Moskau und \u00d6sterreich: Positive Trends Russlands Botschafter Dmitrij Ljubinskij stellte sich beim Besuch in der VN-Redaktion Fragen zu Politik und Wirtschaft. In Vorarlberg leben derzeit 1666 russische Staatsb\u00fcrger. \u00dcber 4000 Russen besuchten 2017 das Land als Touristen. 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