Osho über Frauen

Die wahren Unterschiede zwischen Mann und Frau

Frauen haben einen ganz besonderen Zug an sich: Sie sind in gewisser Weise mit kleinen Dingen zufrieden, denn weil sie Frauen sind. So wird ihr Verlangen nach Kreativität erfüllt, sie werden auf ganz natürliche, biologische Art zum Schöpfer. In dieser Beziehung fühlt sich der Mann unausgefüllt.
Das ist ein ganz unbewusstes Verlangen in jedem Mann, etwas zu beweisen. Und sobald ein Mann sich in eine Frau verliebt, wird daraus eine Frage von vorrangiger Bedeutung. Er fängt an, sich zu beweisen, indem er mehr Geld verdient, indem er Präsident oder Bundeskanzler wird, indem er die Welt erobert. Aber was er auch versucht, alles bleibt ungenügend. Er kann es mit der Frau nicht aufnehmen. Sie ist so abgerundet, so ganz in ihrer Mitte, so auf dem Boden, dass der Mann bis ans Ende der Welt rennen kann und immer noch keinen rechten Boden unter den Füßen hat. Immer wird er merken, dass ihm etwas fehlt. Dieses fehlende Element ist biologisch.

Die Frau ist biologisch ausgeglichen, ihre Körperchemie ist im Gleichgewicht. Die Biologie des Mannes ist ein bisschen unausgeglichen, und das erzeugt eine innere Spannung in ihm. Und wenn du dir die Welt betrachtest, kannst du sehen, dass die Männer sie nur deshalb beherrschen, weil die Frauen kein Interesse am Herrschen haben. Sie haben es nicht nötig, sie fühlen tief in ihrem Inneren eine Art Erfüllung. Der Mann ist immer in Eile, will immer irgendwo hin, ist immer auf dem Sprung. Alle Männer sind Amerikaner, amerikanische Touristen! Sie können nicht hier und jetzt sein.

Daher kommt es, dass die Frau so leicht vom Mann beherrscht wird. Es liegt nicht an der Überlegenheit des Mannes, es liegt nicht an seiner Kraft, dass er die Frau dominieren konnte, genau das Gegenteil ist der Fall. Die Frau ist in vieler Hinsicht überlegen, und weil der Mann an seiner Unterlegenheit leidet, musste er die Frau dominieren, nur so konnte er seine Unterlegenheit ein bisschen mildern.

Der Mann hat die gesamte Geschichte beherrscht, er hat auf jede erdenkliche Art versucht, die Frau zu versklaven. Aber er hat keinen Erfolg damit gehabt. Oberflächlich betrachtet mag es vielleicht so aussehen, als hätte er es geschafft, aber jeder Ehemann weiß ganz genau, dass er von dem Moment an, wo er zur Haustür hereinkommt, nicht mehr der starke Löwe ist, den er draußen vortäuscht. Er wird plötzlich zum Hund, zum armen Hund, den Schwanz zwischen die Beine eingeklemmt! Er tritt irgendwie ängstlich ein, zitternd, und fängt an, die gleiche Zeitung zu lesen, die er schon den ganzen Tag gelesen hat, nur um seiner Frau aus dem Weg zu gehen. Seine Zeitung ist eine Art Vorhang. Eine kleine Frau genügt, um auch den größten Mann auf den Boden zu zwingen. Frauen haben psychologische Kraft.

Ein Unterschied zwischen Mann und Frau, den ich sehe, besteht darin, dass die Frau mehr zur Liebe fähig ist als der Mann. Die Liebe des Mannes ist mehr oder weniger eine physische Notwendigkeit; die Liebe der Frau ist das nicht. Sie ist etwas Größeres, Höheres; sie ist eine spirituelle Erfahrung. Deshalb ist die Frau auch monogam, während der Mann polygam ist.

Die Frau hingegen kann mit einer einzigen Liebe zufrieden sein, völlig erfüllt, denn sie schaut nicht auf den Körper des Mannes; sie schaut auf seine innersten Qualitäten. Sie verliebt sich nicht in den Mann, der einen schönen, muskulösen Körper hat; sie verliebt sich in einen Mann, der Charisma hat – etwas Undefinierbares, ungeheuer Anziehendes – einen Mann, der ein Geheimnis in sich trägt, das es zu entdecken gilt. Sie sucht nicht bloß einen Mann; sie sucht das Abenteuer der Erforschung des Bewusstseins.

Der Mann ist, was seine Sexualität betrifft, sehr schwach; er kann nur einen einzigen Orgasmus haben. Darin ist ihm die Frau unendlich überlegen; sie kann mehrfache Orgasmen haben. Das hat sich als eines der schwierigsten Probleme erwiesen. Der männliche Orgasmus ist lokal, auf die Genitalien beschränkt. Der weibliche Orgasmus ist total und nicht auf die Genitalien beschränkt. Ihr ganzer Körper ist sexuell erregbar, und sie kann eine wunderbare orgasmische Erfahrung haben – tausendfach größer und tiefer, bereichernder und nährender, als ein Mann sie je haben kann.

Doch die Tragödie besteht darin, dass ihr ganzer Körper angeregt werden muss, und daran ist der Mann nicht interessiert; daran war er nie interessiert. Er hat die Frau als Sexmaschine benutzt, nur um seine eigenen sexuellen Spannungen loszuwerden. Innerhalb von Sekunden ist er fertig. Und wenn er fertig ist, hat die Frau noch nicht einmal angefangen.

Sobald der Mann mit dem Geschlechtsakt fertig ist, dreht er sich um und schläft. Der Geschlechtsakt verschafft ihm einen tiefen, entspannten Schlaf, nachdem er alle Spannungen in der sexuellen Betätigung losgeworden ist. Und noch jede Frau, die das erlebte, hat geweint und geheult. Sie hat noch nicht einmal begonnen, sie ist noch nicht in Fahrt gekommen. Sie ist benutzt worden, und das ist die hässlichste Sache im Leben: wenn man wie ein Ding, wie eine Maschine, wie ein Objekt benutzt wird. Sie kann dem Mann nicht verzeihen, dass er sie benutzt hat.

Osho Radjneesh

Galina Toktalieva

Kyrgyzstan-born author residing in Graz, Austria

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