Der Osttürkische Waffen-Verband der SS

muslim-legioner

Das Ost-muselmanische SS Regiment

Отрывок из донесения нацистского командования о формировании туркестанского легиона из добровольцев-эмигрантов и советских военнопленных азиатского происхождения в составе гитлеровской армии, автор пишет о том, как весной 1944 года один из полков легиона перешел на сторону партизан.

An der Seite der deutschen Wehrmacht kämpften im 2. Weltkrieg neben den mit dem Deutschen Reich verbündeten Staaten (Ungarn, Rumänien, Italien, Slowakei) ab 1942 zahlreiche Freiwillige aus dem bisherigen sowjetischen Raum. Neben den bekannteren 53.000 Kosaken waren das 310.000 Russen, 250.000 Ukrainer, 5.000 Kalmyken, 180.000 Turkestaner, 110.000 Kaukasier, 40.000 Wolgatataren sowie 20.000 Krimtataren, zusammen etwa 968.000 Mann.

Waren der Großteil dieser sogenannten „Ostlegionen“ durch die Wehrmacht aufgestellt worden, begann die Waffen-SS erst 1943 damit, Verbände aus Angehörigen von Völkern aus dem Ostraum aufzustellen.
Im November 1943 begann das Interesse an der Aufstellung einer Einheit aus Freiwilligen sogenannter „Orient-Völker“. Darunter verstand man die nicht-russischen und nicht-slawischen Völkerstämme aus dem Gebiet von der Krim über den Kaukasus bis hin nach Mittelasien. War ein Großteil dieses Volksgruppen (1939 rund 22 Millionen) auch vom Islam geprägt, fanden sich in diesem Raum auch weitere Nationalitäten, wie die Georgier und Armenier, die nicht zu den Turkstämmen zählen, wurden aber, wohl aus Vereinfachungsgründen, als Einheit angesehen und als „Turkvölker“ bezeichnet und behandelt.
Anlaß, sich mit der Aufstellung einer Einheit aus Angehörigen der Turkvölker zu beschäftigen, war die Verbindungsausnahme des Kommandeurs des Heeres-Turk-Bataillon 450, Major Meyer-Mader, mit dem Reichführer-SS, wobei ersterer in der ersten Hälfte des November 1943 vorschlug, eine sogenannten „ostmuselmanische Division“ aufzustellen, zu deren Kommandeur Meyer-Mader ernannt werden sollte. Der RFSS unterstützte die Idee des Majors, der die Division aus Turkestanern, Aseidbaschanern und Tataren aufstellen wollte, und die im Lufttransport nach Mittelasien geschafft werden solle, um diesen Raum zu revoltieren.
Nachdem Major Meyer-Mader im Dezember 1943 seine Vorschläge auch dem Chef des SS-Hauptamtes, SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Gottlob Berger, dargelegt hatte, schaltete dieses in die Vorbereitungen auch den Großmufti von Jerusalem, Haji Amin al-Husseini ein.
In einer Aussprache zwischen dem Großmufti, Major Meyer-Mader und drei turkestanischen Offizieren des Bataillons 450 am 14.12.1943 in Berlin, erklärten sich alle Beteiligten bereit, den Aufbau einer Division zu unterstützen, die zum Kampf gegen den Bolschewismus eingesetzt werden sollte.
Als erste Einheit wurde dann das 1.Ostmuselmanische SS-Regiment, mit Stab und drei Bataillonen, zunächst in Poniatova, als Stamm für die künftige Division aufgestellt. Nach anderen Angaben kamen die Angehörigen des Regimentes von den aufgelösten und zur Waffen-SS überstellten Turk-Bataillonen des Heeres 450, 480, sowie ehemaligen Kriegsgefangenen und Arbeitern aus der Rüstungswirtschaft. Bis Ende Januar 1944 kamen so 3 000 Mann zusammen.

Zu einer Eingliederung in das Ostmuselmanische SS-Regiment ist es nicht gekommen, denn bereits ab 30.April 1944 war die Kompanie wieder mit dem SS-Polizei-Regiment 10 im Bereich des Höheren SS und Polizeiführer Ukraine und Rußland-Süd im Bandenkampfeinsatz.
Ende März 1944 kam es bei dem Regiment zu verhängnisvollen Vorfällen. Laut einem Bericht des Waffen-Sturmbannführer der SS Aliew, der bei diesem Vorfall Augenzeuge war, kam es am 24.März 1944 in Yuratishki zu einem Zwischenfall, zwischen dem Regimentsführer Hauptsturmführer Billig und dem aserbeidschanischen Waffen-Unterscharführer Agaew.
Letzter wird in dem Bericht von Aliew als einer der besten aserbeidschanischen Freiwilligen in der Einheit bezeichnet.
Während des Zwischenfalles, unter Austausch barscher Worte, beantragte der Waffen-Uscha seine Versetzung von der Einheit, um weitere Zusammenstöße zu vermeiden. Stattdessen ließ ihn Billig wegen „Insubordination“ erschießen!
Durch diese unnötige und überzogene Maßnahme scheint eine ganze Lawine in Gang gesetzt worden zu sein. Zwei Tage später, am 26.März 1944, desertierte der Sergeant Asankulow mit seinem gesamten Zug, 48 Mann, zu den Partisanen. Als Reaktion des Regimentsführers ist belegt, dass dieser am 28.März 1944 78 Freiwillige als „unzuverlässige Elemente“ erschießen lies.
Damit wurde die Moral des Regimentes aufs Tiefste erschüttert und nur das schnelle Eingreifen anderer Führer der Einheit und natürlich die Ablösung von Hauptsturmführer Billig als Regimentsführer, brachte das Regiment wieder zur Ruhe.
Die Schwierigkeit der Wertung dieses Berichtes des Waffen-Sturmbannführer Aliew ist die Tatsache, dass der erst mit Wirkung vom vom 5. Februar 1944 als SS-Hauptsturmführer in die Waffen-SS überführte bisherige Hauptmann Billig erst am 28. März 1944 das Kommando über das Regiment übernommen haben soll und hier bereits am 24. März 1944 Kommandeur gewesen sein soll. Die nachfolgenden Ereignisse scheinen aber miteinander zu tun zu haben, und können nur durch den oben genannten Vorfall ausgelöst worden sein.

Am 2. April 1944 wurde Yuratishki durch Partisanen angegriffen. Vermutlich wurden diese durch die Desertation einer kompletten Zuges des Regimentes am 26.März 1944 darin bestärkt, dass die deutsche/ostmuselmanische Besatzung der Ortes auf Grund der Vorkommnisse Ende März und der so angeschlagenen Moral nur geringen Widerstand leisten würde.
Stattdessen wurden die Partisanen unter dem Verlust von 20 Toten wieder in die Wälder zurückgetrieben. Angaben zu Verlusten des Ostmuselmanischen SS-Regimentes werden nicht gemacht.

Galina Toktalieva

Kyrgyzstan-born author residing in Graz, Austria

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