Geistige Phisiognomie der Migration

Jemandem bleibt die Deutsche Sprache weg

Eine veröffentlichte Publikation der EU-Statistikbehörde Eurostat veranschaulicht, dass in ganz Europa unter der Wirtschaftsflaute Migranten am meisten leiden. So ist die Arbeitslosenquote europaweit unter Ausländern mehr als doppelt so hoch als unter EU-Bürger.

41 Prozent der Arbeitslosen in Österreich haben Migrationshintergrund

Einem Bericht des “Kurier” zufolge haben in Österreich über 41 Prozent der Arbeitslosen einen Migrationshintergrund.
Da neun von zehn in Österreich als Flüchtlinge anerkannte Personen hierzulande keine Arbeit finden, werden sie folglich zu Empfängern der Mindestsicherung. Lediglich zehn Prozent der Asylberechtigten finden Jobs, jedoch sind diese häufig keine dauerhaften Beschäftigungen.

Kronen Zeitung
Wer als Akademiker nach Österreich kommt, hat schlechte Chancen auf einen adäquaten Job. Bürokratie und Diskriminierung bremsen die Zuwanderer aus. In der österreichischen Integrationsdebatte dreht sich alles um junge, schlecht ausgebildete Männer, die lebenslang Mindestsicherung beziehen werden. Über die anderen spricht man kaum.
Österreich umschwärmt gut verdienende Ausländer als Urlaubsgäste, aber lässt sie versauern, wenn sie für mehr als nur eine Ferienepisode bleiben. Während Migranten in anderen EU-Staaten nach harten Jahren des Ankommens langsam bessere Stellen finden, bleiben sie in Österreich oft in Hilfsjobs stecken.”Hier sind auch viele, die schon länger im Land leben, überqualifiziert”, sagt Thomas Liebig, Migrationsexperte der OECD in Paris. Und das sind noch die Glücklicheren: In Österreich finden auffällig viele besser qualifizierte Migranten erst gar keine Jobs.
Zeit Online

Die Diskriminierungen
Drei Gruppen werden am österreichischen Arbeitsmarkt diskriminiert, indem es nur schwer gelingt, sie dauerhaft und vollständig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.Das sind einerseits die Frauen.
Die zweite Gruppe, die diskriminiert wird, sind Menschen mit Migrationshintergrund. Die Erwerbsquote von Migranten liegt in Österreich deutlich unter jener der Inländer. Die dritte, stark diskriminierte Gruppe sind ältere Menschen. Arbeitnehmer über 50, die arbeitslos werden, sind oft dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt.
Kurier

Arbeitslose Akademikerin

Zum Jahresstart habe ich eine über 50-jahrige alleinstehende Akademikerin aus Tschechien getroffen. Frau Erika wohnt seit 10 Jahren allein in Graz. Sie ist von Beruf Redakteurin und langzeitarbeitslos. Sie hat mir ihre Erlebnisse erzählt und ich möchte sie mit Ihnen teilen.

Anfang 2017 ich wurde von der Personalchefin des K. Vereins auf eine dreimonatige Amtszeit als Bild-Redakteurin eingestellt. Diese Beschäftigung war nur mit Hilfe einer AMS Aktion – so genannten Job-Börse möglich.
Stellen Sie sich den riesigen Saal, der mit menschlichen Verdunstungen angefüllt ist vor, in dem zwangsweise Ordnung viele Langzeitarbeitslose versammelt sind und auch die Vertreter jener Organisationen, die zu sich diese Arbeitslosen für kurze Jobzeiten aufnehmen wollen, nur weil solche edlen Taten auch vom AMS und den sozialen Fonds unterstützt werden.
Diese Organisationen sind voll ausgestattet und verfügen über einen kleinen Apparat von Vollzeitbeschäftigten der österreichischen Bürger und sind nicht in der Lage befristet Beschäftigte in der üblichen Weise einzustellen.
Der Vereins Manager gewährleistet den ständigen Zufluss der neuen Fachkräfte mit Hilfe der aktiven Anwerbung der Arbeitslosen durch das AMS und der Job-Börse.
Unter diesen Arbeitslosen sind viele Migranten, die sogar nicht das Arbeitslosengeld bekommen, sondern Sozialhilfe.
Vom Gesichtspunkt der teilweisen oder niedrigbezahlten Beschäftigung einer solchen Position ist immer noch die niedrigere soziale Stellung gegenüber der normalen Situation der Arbeitslosen.
Solchen niedrigen Verdienst, die weniger als die Mindestsicherung ist, bringt für den Arbeitslose praktisch keine Finanzbelohnung, da sein Einkommen insgesamt den Umfang der sozialen Auszahlungen nicht überschreitet.
Solche Arbeit ohne Vergütung für Menschen, die auf der untersten Stufe der Gesellschaft bleiben, haben die Organisatoren von Zwangsrekrutierung im Auge behalten.
In dieser Situation sollten wir die Beispiele der Geschichte nicht vergessen, wenn die Sklavenarbeit im alten Rom, sowie in den Konzentrationslagern des Nazi-Deutschland – sehr niedrigen Gewinnen einbrachten.
Was der Mensch, der für die Arbeit nur auf drei Monate gemietet wird, fühlen soll? Außerdem weiß er, dass er für seine Arbeit keine finanziellen und kreativen Belohnungen erhalten wird?
Er sieht, dass seine Anwesenheit am Arbeitsplatz keinen klaren Bedarf hat. Seine Anwesenheit ist notwendig nur für die Aufrechterhaltung der globalen bürokratischen Spiele und die Erhebung von einem über den anderen.
Wenn er sieht, dass die Festangestellten jeden Transit-Mitarbeiter als ein Möbelstück oder als Tourist betrachten, nicht mehr als eine temporäre formale Einheit?
Ob man sein Wissen auf so einem Arbeitsplatz festigen kann oder seine professionelle Qualifikation erhöht, ob man den Nutzen der Gesellschaft mit Hilfe solcher Beschäftigung einbringen kann?
Es ist interessant, dass an Stelle des Managers in solchen Organisationen die Persönlichkeiten mit dem Streben zum Formalismus und der kleinlichen Kontrolle über die Mitarbeiter geraten, und gerade hier finden sie eine Neigung und darin die schöpferische Befriedigung.
Unabhängig von der Art Ihrer Tätigkeit, wird solcher Manager sicherstellen, dass sie auf dem Arbeitsplatz die gelegte Menge der Stunden und Minuten bleiben. Und was sie konkret machen und ob Ihre Tätigkeit jemanden sinnvoll erscheint, ist aber eine nebensächliche Frage auf der höchsten Stufe.
Nun möchte ich mich nachträglich vorstellen.
Ich bin eine alleinstehende 52-jährige Dame, Grafikerin von Beruf und die tschechische Staatsbürgerin, und schon seit 11 Jahren in Österreich lebe. In den letzten Jahren bin ich beim AMS und erhalte eine Sozialhilfe.
Wer solche Situation für 10 Jahren ertragen kann, muss sehr dumm und faul oder absolute Gegenteil sein.
Ehrlich gesagt, alles, was ich heute in meinem Bereich an Erfahrungswerten besitze, weiß ich durch meine eigenen Bemühungen und meiner Selbsterziehung.

Magister, Doktor, arbeitslos
Unter Akademikern aus Drittstaaten schnellte die Arbeitslosigkeit zuletzt um satte 81 Prozent in die Höhe.
Die Presse

Galina Toktalieva

Kyrgyzstan-born author residing in Graz, Austria

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